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Archiv für den Monat Juni 2015

7P9B9605Da bahnt sich ein literarischer Hit an: Als Doris Nußbaumer, die im April bei hanami im Rahmen von Q202 mit ihrer Lesung aus Mundartigem und aus ihrem Kurzgeschichtenband Programm Pandora las, war da auch ihr köstliches Is a Woifisch a Fisch teil ihres Programm. Für den 28. Juni 2015 wurde sie von Wolfgang Kühn, Herausgeber der Literaturzeitschrift DUM, zu einem Auftritt im Café Anno eingeladen.

Bei näherer Betrachtung entpuppt sich Doris „Nussi“ Nußbaumer als quirlige und überaus charismatische Vortragende ihrer Texte, die den Menschen ziemlich genau aufs Maul, mitunter in die Abgründe ihrer Seelen blickt und aus alltäglichen Lebenssituationen Perlen fischt und sie etwa, wie eben in Form ihrer Lesungen und ihrem Buch aneinander zu einer hörens- und lesenswerten Kette reiht.

thementermineDie beiden Literaturzeitschriften DUM und &radieschen haben sich in der Erscheinung ihrer jeweils aktuellen Ausgaben akkordiert und nutzen diese Gelegenheit um Neues aus der jungen Literaturszene mehrmals pro Jahr im Café Anno, im Rahmen des ALSO (Anno Literatur Sonntag) zu präsentieren. Und nachdem Doris Wolfgang Kühn, als sie ihren Text als Beitrag zur mittlerweile 74. Ausgabe seines DUM (Die ultimative Literaturzeitschrift) geschickt, „damit seinen Redaktionsalltag versüßt“ hatte, wurde der Text nicht nur in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht, sondern sie auch eingeladen, diesen bei der Gelegenheit gleich persönlich zu präsentieren. (wfr)

Einladung zur Lesung:
Präsentation der neuen Ausgaben von
DUM und &radieschen
Es liest u.a. Doris Nußbaumer, Is a Woifisch a Fisch
28. Juni 2015, ab 20:00 Uhr
Café Anno, 1080 wien, Stolzenthalergasse 2

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Als wir uns im April noch freuten, dass das Zusammenfinden von hanami im Rahmen von Q202 so erfolgreich war, fiel Fritz Herzog, der selbst am Samstag der drei Tage des Atelierrundganges gelesen hatte, der motivierende Schlachtruf „hanami darf nicht Haloumi werden“ ein, und wir alle hielten uns daran. Im kommenden Herbst wird es eine Fortsetzung geben, und zwar weit über die Grenzen der Mazzesinsel hnaus.

imagesDoris Nußbaumer, ebenfalls eine hanamista, Leserin auf unseren ersten Veranstaltung und treueste Besucherin unserer künstlerischen und literarischen Highlights und selbst auch Veranstalterin, bot uns nach den drei Tagen im Q202 spontan an, doch „ihr“ Werkl im Goethehof für die Fortsetzung von Präsentationen zur Verfügung zu stellen. So haben wir uns unlängst nach „Transdanubien“, genauer nach Kaisermühlen begeben. Dort thront mit dem Goethehof einer jener Sozailbauten der Zwischenkriegszeit, für die Wien seither weltberühmt ist. Geschaffen für die vielen Arbeiterinnen und Arbeiter in der Hauptstadt, die noch bis nach dem ersten Weltkrieg ihr Dasein in den nachmals als Substandardwohnungen ohne fließendes Wasser fristen oder überhaupt als Bettgänger für einige Stunden eine Schlafstätte mieten mussten, stellten diese eine Revolution im Wohnungsbau dar, leistbar und im Vergleich zu vorher geradezu luxuriös ausgestattet.
WerklImGoethehofNeben der Aufgabe, sich des Wohnungsproblems anzunehmen, initiierte die Wiener Sozialdemokratie in diesen Gebäudekomplexen, der bekannteste unter ihnen und heute noch von internationalem Ruf ist wohl der Karl Marx Hof in Wien-Döbling, Bildungseinrichtungen, Platz für Kulturveranstaltungen, Büchereien und Kindergärten, sowie eine funktionierende Nahversorgung.
Dem Gedanken folgt auch das Werkl im Goethehof und stellt ihre Räumlichkeiten für verschiedene Kulturveranstaltungen und Ort der Begegnung und Austausch zur Verfügung. So finden hier regelmäßig Lesungen, Diskussionsabende statt, Lieder Abende, Kleinkunst, und auch die Bildende Kunst kommt dabei nicht zu kurz.

Hanami hat daher die Einladung Doris Nußbaumers und Wolfgang Pechlaners gerne angenommen, und so werden wir den Sommer dazu nutzen, um für das Wochenende, beginnend mit dem 9. Oktober 2015, ein spannendes Programm, bestehend aus Bildender Kunst, Fotografie, Lesungen und Performances zusammenzustellen. Als „Cisdanubische“ von der Mazzesinsel wollen wir der Gastfreundschaft des Werkls aber auch dadurch Rechnung tragen, indem wir unsere Eindrücke, die Historie und Gegenwart des Goethehofs hinterlassen haben, entsprechend zu würdigen und wiedererkennen lassen. (wfr)

00736776Als wir uns für das Wochenende von 24. Bis zum 26. April 2015 zusammenfanden, um als Hanami im Rahmen des Atelierrundganges Q202 uns und die Werke Bildender Kunst, Fotografie und Textildesign zu präsentieren, zu lesen und musizieren, schräge Vorträge über die Entwicklung der Unarten in der tierischen Weltgeschichte zu referieren, war es Andreas, der spontan zwei seiner Autorinnen und einen Autor aus seinem Verlag PROverbis dazu bewegte, in Form von Lesungen mitzumachen.

Und so bestritten sie an je einem Tag einen Teil des die Bildenden Kunstwerke begleitenden Programms. Elisabeth Schönherr las aus ihrem Debut Tod im Teehaus, einem spannenden und gesellschaftskritischen Krimi, in dem sie sich auch mit dem Zen Buddhismus beschäftigte. Der Philosoph Franz M. Wuketits hatte seine Groteske Mit Pessoa in den Baumarkt um seinen „Helden“ Anton W. im Gepäck, einen kunstsinnigen Kulturjournalisten, den es plötzlich in eine Welt, die so gar nicht die seine ist, verschlug, ins Bauhaus. Und schließlich rundete am dritten Tag Doris Nußbaumer den Reigen aus dem Haus PROverbis ab, die Auszüge aus ihrem Kurzgeschichtenband Projekt Pandora las.

Die rasende Videoreporterin Susanne Luschin besuchte an dem Wochenende den Atelierrundgang Q202, traf da eine Menge Künstlerinnen und Künstler und ließ es sich vor allem nicht nehmen, den Hot Spot Hanami in der Karmelitergasse 6 zu ihrem persönlichen Hauptquartier zu erklären und das Programm da auch eifrig mit ihrer Kamera einzufangen. Insbesonders sind ihr auch zwei Kurzporträts über Doris Nußbaumer und Franz M. Wuketits gelungen, die es ab sofort via youtube zu bewundern gibt.

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Hier geht’s zu Doris Nußbaumer auf youtoube:

Hier geht’s zu Franz M. Wuketits auf youtoube:

7P9B9519Im vergangenen April las Franz M. Wuktits für Hanami im Rahmen des Atelierrundgangs Q202 aus seiner literarischen Groteske Mit Pessoa in den Baumarkt und erzählte dabei die Geschichte des Außenseiters W., einem Kulturjournalisten und so gar nicht vertraut mit der Welt da draußen, den es auf einmal in die Pragmatik des Baumarktes verschlägt … mit unabsehbaren Folgen.

Die Außenseiter beschäftigen den Philosophen, Buchautor und vielfachen Publizisten offenbar in den vergangenen Monaten, denn nach seiner literarischen Verarbeitung des Themas veröffentlichte er kürzlich auch ein Sachbuch unter dem Titel Außenseiter in der Wissenschaft, Pioniere – Wegweiser – Reformer und berichtet über die Arbeit von Querdenkern, deren Gedanken oft erst (z.T. lange) nach ihrem Tod Eingang in die Lehrmeinung gefunden haben. (wfr)

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Zu: Grenzgänger & Dilettanten (Wiener Zeitung vom 6. Juni 2015)
Zu: Mit Pessoa in den Baumarkt (erschienen 2015, Verlag PROverbis)

bloody2015Bloody Cover: And the Oscar goes to … Bereits zum vierzehnten Mal wurde das originellste, stimmigste, markanteste oder kurzum das schönste Krimi-Cover des vergangenen Jahres eines deutschsprachigen Autors gesucht! Dazu wählte die Jury in Zusammenarbeit mit dem SYNDIKAT und dem krimi-forum.de aus über 400 Neuerscheinungen des Jahres 2014 zwölf Finalisten aus.

andreas-schinko-foto.1024x1024… Vor den Vorhang darf dieses Mal neben der den graphic artist (den Begriff empfindet der  Verfasser ausnahmsweise viel passender als sein deutschsprachiges Pendant) inspiriert habenden Elisabeth Schönherr, die mit ihrem ebenso packenden wie gesellschaftskritischen 2014 vor allem einen exzellenten Kriminalroman veröffentlicht hatte, Andreas Schinko bitten. Er hat Elisabeth und ihr Buch auch multifunktionell geadelt: Als Verleger sowieso, der sich mit Leidenschaft für junge Autorinnen und Autoren einsetzt, als kundiger Lektor und somit Ratgeber, damit aus dem Plot auch ein echter Roman entsteht und schließlich als Grafiker, eben als Künstler, der es versteht, schon auf den ersten Blick nicht nur Appetit auf das nun folgende zu machen, sondern schon eine interessante, in diesem Fall packende Geschichte zur Geschichte zu erzählen. (wfr)

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Neugierig geworden?

Hier geht es zu einer schnellen Präsentation des Romans von Elisabeth und hier zu einer lesenswerten Leseprobe.

Elisabeth Schönherr, Tod im Teehaus
(Verlag PROverbis)