Goethehof

Als wir uns im April noch freuten, dass das Zusammenfinden von hanami im Rahmen von Q202 so erfolgreich war, fiel Fritz Herzog, der selbst am Samstag der drei Tage des Atelierrundganges gelesen hatte, der motivierende Schlachtruf „hanami darf nicht Haloumi werden“ ein, und wir alle hielten uns daran. Im kommenden Herbst wird es eine Fortsetzung geben, und zwar weit über die Grenzen der Mazzesinsel hnaus.

imagesDoris Nußbaumer, ebenfalls eine hanamista, Leserin auf unseren ersten Veranstaltung und treueste Besucherin unserer künstlerischen und literarischen Highlights und selbst auch Veranstalterin, bot uns nach den drei Tagen im Q202 spontan an, doch „ihr“ Werkl im Goethehof für die Fortsetzung von Präsentationen zur Verfügung zu stellen. So haben wir uns unlängst nach „Transdanubien“, genauer nach Kaisermühlen begeben. Dort thront mit dem Goethehof einer jener Sozailbauten der Zwischenkriegszeit, für die Wien seither weltberühmt ist. Geschaffen für die vielen Arbeiterinnen und Arbeiter in der Hauptstadt, die noch bis nach dem ersten Weltkrieg ihr Dasein in den nachmals als Substandardwohnungen ohne fließendes Wasser fristen oder überhaupt als Bettgänger für einige Stunden eine Schlafstätte mieten mussten, stellten diese eine Revolution im Wohnungsbau dar, leistbar und im Vergleich zu vorher geradezu luxuriös ausgestattet.
WerklImGoethehofNeben der Aufgabe, sich des Wohnungsproblems anzunehmen, initiierte die Wiener Sozialdemokratie in diesen Gebäudekomplexen, der bekannteste unter ihnen und heute noch von internationalem Ruf ist wohl der Karl Marx Hof in Wien-Döbling, Bildungseinrichtungen, Platz für Kulturveranstaltungen, Büchereien und Kindergärten, sowie eine funktionierende Nahversorgung.
Dem Gedanken folgt auch das Werkl im Goethehof und stellt ihre Räumlichkeiten für verschiedene Kulturveranstaltungen und Ort der Begegnung und Austausch zur Verfügung. So finden hier regelmäßig Lesungen, Diskussionsabende statt, Lieder Abende, Kleinkunst, und auch die Bildende Kunst kommt dabei nicht zu kurz.

Hanami hat daher die Einladung Doris Nußbaumers und Wolfgang Pechlaners gerne angenommen, und so werden wir den Sommer dazu nutzen, um für das Wochenende, beginnend mit dem 9. Oktober 2015, ein spannendes Programm, bestehend aus Bildender Kunst, Fotografie, Lesungen und Performances zusammenzustellen. Als „Cisdanubische“ von der Mazzesinsel wollen wir der Gastfreundschaft des Werkls aber auch dadurch Rechnung tragen, indem wir unsere Eindrücke, die Historie und Gegenwart des Goethehofs hinterlassen haben, entsprechend zu würdigen und wiedererkennen lassen. (wfr)

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: