bloody2015Bloody Cover: And the Oscar goes to … Bereits zum vierzehnten Mal wurde das originellste, stimmigste, markanteste oder kurzum das schönste Krimi-Cover des vergangenen Jahres eines deutschsprachigen Autors gesucht! Dazu wählte die Jury in Zusammenarbeit mit dem SYNDIKAT und dem krimi-forum.de aus über 400 Neuerscheinungen des Jahres 2014 zwölf Finalisten aus.

andreas-schinko-foto.1024x1024… Vor den Vorhang darf dieses Mal neben der den graphic artist (den Begriff empfindet der  Verfasser ausnahmsweise viel passender als sein deutschsprachiges Pendant) inspiriert habenden Elisabeth Schönherr, die mit ihrem ebenso packenden wie gesellschaftskritischen 2014 vor allem einen exzellenten Kriminalroman veröffentlicht hatte, Andreas Schinko bitten. Er hat Elisabeth und ihr Buch auch multifunktionell geadelt: Als Verleger sowieso, der sich mit Leidenschaft für junge Autorinnen und Autoren einsetzt, als kundiger Lektor und somit Ratgeber, damit aus dem Plot auch ein echter Roman entsteht und schließlich als Grafiker, eben als Künstler, der es versteht, schon auf den ersten Blick nicht nur Appetit auf das nun folgende zu machen, sondern schon eine interessante, in diesem Fall packende Geschichte zur Geschichte zu erzählen. (wfr)

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Neugierig geworden?

Hier geht es zu einer schnellen Präsentation des Romans von Elisabeth und hier zu einer lesenswerten Leseprobe.

Elisabeth Schönherr, Tod im Teehaus
(Verlag PROverbis)

Machatschek-Photo_2013_06Nun, jeder auch noch so lange Weg, auf den man sich macht, beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt. Franz Joseph Machatschek tut deren im kommenden Spätsommer gleich zwei und setzt zwei für seine Karriere wahrhaft majestätische K&K-Meilensteine. Aber lest selbst:

Liebe Leute!!

Es passieren heuer im Herbst so viele tolle Dinge, die ich jetzt schon mit Euch teilen möchte: Am Freitag, dem 9. Oktober um 22 Uhr trete ich mit Franz Löchinger im Kabarett Niedermair auf – im Mekka des Österreichischen Kabaretts, quasi. Wir freuen uns riesig auf den Abend und hoffen, diese Premiere mit Euch zelebrieren zu können. Die Karten sind erschwinglich und hier erhältlich.

Ja und bis dahin werde ich schon ein paar Mal über die Kinoleinwand geflimmert sein. Ich habe nämlich die Filmmusik zu „Sommer in Wien“ geschrieben. Ein Dokumentarfilm über Wien, der es in sich hat. Mehr dazu schreib ich rechtzeitig vor Kinostart Mitte September. Die Lieder zum Film werden wir dann auch im Niedermair spielen.

Liebe Grüße und bis bald,
Franz J. (Machatschek)

FotoWein und Kunst sind wie zwei Geschwister, die immer wieder zusammenfinden.

Und genauso fanden auch das Weingut Stadler in Falkenstein und unsere Hanamista Gabriela Waberer zusammen. Ihre Bilder zieren seit April das mit dem Prädikat „Top-Heuriger“ ausgezeichnete Lokal der Familie Stadler. Ein Besuch dort lohnt allemal: Ein modernes Heurigenlokal wie das der Stadler’sche, fernab der sonst oft anzutreffenden Eiche-Rustikal- oder Resopal-Einrichtung, dazu der köstliche Wein, die feinen Speisen, der Blick auf die Burgruine und die abstrakten Bilder Gabrielas an den Wänden ergeben ein harmonisches Gesamtkunstwerk.

Geöffnet ist der Heurige jeweils Freitag bis Sonntag und Feiertag in den ungeraden Monaten. Die Chance Gabrielas Bilder zu bewundern besteht noch im Mai, im Juli und dann bis etwa Mitte September.
Na, wie wär’s? Ein Besuch in Falkenstein mit seiner romantischen Kellergasse, einem Spaziergang durch die Weingärten und zur Burg macht hungrig und durstig. Was liegt da näher als den Geschwistern Wein und Kunst beim Stadler abschließend einen Besuch abzustatten. (fh)

Hier geht’s zur Homepage des Weingut Stadler
Hier geht’s zur Homepage von Gabriela Waberer

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Senf TV ist eine Sendereihe auf okto TV, gestaltet von Susanne Luschin, die sich mit engagiertem Blick auf Sehenswertes aus dem Vormonat und laufender meist kulturell interessanter Ereignisse in Wien und Niederösterreich wirft.
Senf TV diesmal mit dem Besten vom Q202 Atelier-Rundgang in der Leopoldstadt, Literatur und Performance bei Hanami mit Lesungen von Doris Nußbaumer, Fritz Herzog, Franz M. Wuketits und einer musikalischen Performance von Franz Joseph Machatschek, dem Auftritt der polnischen Kult-Band Kult im Rahmen eines Benefiz-Konzerts zugunsten des Gedenkdienstkomitees Gusen im Wiener Gasometer und einem Überblick über die Personale von Pipilotti Rist in der Kunsthalle Krems.
Ausstrahlungstermine Senf TV (Angaben ohne Gewähr), Freitag 29.05. bis 5.6.2015, anzusehen auch auf der Oktothek.
Fr, 29.5. 21:50, Sa, 30.5 03:30, Sa, 30.5. 19:45, So, 31.5. 17:45, Mo, 1.6. 17:45, Di, 2.6. 15:45,
Mi, 3.6. 01:25, 13:45 Do, 4.6. 06:05 und 11:45 Fr, 5.6. 09:45

Eine Tour de Force durch wissenswert Skurriles. 
Zugunsten des Vereins Ute Bock.

Christian Schreibmüller, Autor, Fotograf, Journalist und Regisseur, arbeitete für Arte, ORF, ARD u. a., veröffentlichte Erzählungen, Lyrik, Reportagen in Büchern, Literaturzeitschriften, sowie in Stern, Basta, Profil, Wiener uva, arbeitete mit Hermes Phettberg, Kurt Palm und am Wiener Burgtheater.
Er gründete künstlerische und soziale Institutionen wie den Flohmarkt, die GAGA, die „Fabrik“ oder die Zeitschrift „Magnus“ (Berlin), großes Interesse an Zeitgeschichte, Literatur, Bildender Kunst und Biologie.
Speziell Letzteres verbindet ihn auch mit Harald Porzer, Allrounder, Hobby-Ornitologe (Vogelkundler) und Privatgelehrter in Biologie (und deren Folgen).

Wussten Sie z.B., dass Küstenseeschwalben sagenhafte 32.000 km Flug schaffen? Albatrosse auf ihren Reisen bis zu 2 Jahre nie Land betreten? Wale ursprünglich von fleischfressenden Huftieren abstammen? Aale sich nie in der Sonne aalen, und Gustav Gans eine Ente ist?

Falls nicht:
26.5.15, 19:00, Café Einfahrt, Karmelitermarkt, 1020 Wien.
Durch den Abend führt
Wolfgang Katzer, ehemals zwei Drittel des
Musikkomikerduos Muckenstruntz & Bamschabl.
Keine Voranmeldung,

Eintritt frei, freiwillige Spenden kommen ausschließlich dem Verein Ute Bock zugute, siehe auch: http://www.rassismusfreiezone.at

 

Bevor es kompliziert wird: von 14. bis 16. Mai finden heuer die Kritischen Literaturtage statt, und zwar im KunstSozialRaum Brunnengasse. Das ist eine kleine, feine Messe, auf der unabhängige Verlage sich, ihre Autorinnen und Autoren präsentieren, wo ein für Interessierte ansprechendes Lesungs- und Rahmenprogram mit Podiumsdiskussionen nicht zuletzt dazu einlädt, bei freiem Eintritt drei Tage engagiertes Literatur-Socialising zu betreiben. Und dann kommt Doris Nußbaumer ins Spiel …

2775Der Freitag steht wiederum im Zeichen des Literaturmontag, der normalerweise jeden ersten Montag des Monats im Café Stadtbahn stadtfindet. Doris „Nussi“ Nußbaumer und Wolfgang Pechlaner setzen sich an diesem Abend gemeinsam mit der „Stadtbahn-Partie“, die sich aus Gerhard Paschinger, Doris Nußbaumer, Eleonore Weber, Andi Luf zusammensetzt, mit Lesungen aus dem Dunstkreis des Literaturmontags wort- und schriftgewaltig in Szene, aber die beiden betreuen auch einen Stand, der im Rahmen einer Werkschau der Autorinnen und Autoren, die Möglichkeit bietet, sich in die Welt der alternativen gesellschafts- und sozialkritischen Literatur zu vertiefen. (wfr)

Kritische Literaturtage 2015
Donnerstag, 14. Mai: 14.00 bis 20.00 Uhr
Freitag, 15. Mai: 14.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 16. Mai: 12.00 bis 18.00 Uhr

KunstSozialRaum Brunnenpassage
1160 Wien,Brunnengasse 71/Yppenplatz

Die Lesungen finden mit Beginn zur vollen Stunde hinter der Brunnenpassage/ Ecke markt_platz statt.
Bei extremem Schlechtwetter wird am Donnerstag und Freitag in Kunstraum Ewigkeitsgasse
(1170, Thelemangasse 6) ausgewichen.

03_Sowjetdenkmal_Schwarzenbergpl_1-213x300Einladung zur Buchpräsentation am 7. Mai 2015
Beginn: 19:00 Uhr
Wo: Werkl im Goethehof

Österreich ist frei !? 

1945 wurde Österreich, inklusive tausender Opfer des Nationalsozialismus, darunter die Überlebenden der Konzentrationslager, durch die Alliierten befreit.

Als 10 Jahre später Leopold Figl verkündete, dass Österreich durch die Unterzeichnung des Staatsvertrages seine Freiheit erst erlangt hatte, entsprach das nur teilweise der Wahrheit, denn die darauf folgenden ersten friedlichen Jahre der Besatzung und des Wiederaufbaus waren auch geprägt durch Ausgrenzung von ehemaligen Häftlingen, aus dem Exil zurückkehrender und schlicht unerwünschter Personen.
Der Sammelband, herausgegeben von Gerald Grassl, setzt sich damit und mit der über die Jahrzehnte gepflegten Rolle Österreichs als erstes Opfer auseinander. (wfr)

Es lesen:
Eugen Bartmer
Eva Dité
Gerald Grassl
Ottwald John
Wolfgang Katzer
Martin Kersting
Christian Schreibmüller

 

3d245b6afa340866128c2954a39a3335Am Anfang war eine dahingesagte Idee von Alex Amon und mir, doch bei diesem Q202 mitzumachen. Er mit seinen Bildern, ich würde dann lesen. Dann kam Miriam, dann die Gabrielas, die eine verstärkt durch ihren Fritz, zwischendurch David, der wieder W.O. gab, dann unser Jean Génie, und schließlich stieß Andreas hinzu, um uns mit den literarischen Höhepunkten zu versorgen …

Die da waren: Elisabeth Schönherr, die aus ihrem Roman „Tod im Teehaus“ las, Fritz Herzog, der sein Leben auf der Kreta („Von Aspern auf die Kreta“) äußerst unterhaltsam aufbereitet hatte, Franz M. Wuketits, der „Mit Pessoa in den Baumarkt“ in eine besondere Sicht auf Kulturmenschen der doch ein wenig anderen Art einführte und Jean Génie, der gemeinsam mit Wolfgang Katzer, besser bekannt unter seinem Alias Bamschabl, die Genesis des Roten Fadens und überhaupt der Entwicklung der Unarten auf den Punkt brachten. Doris Nußbaumer las aus ihrem Kurzgeschichtenband „Programm Pandora“ und, gebürtige Gmundnerin, aus ihren Werken, die sie in Mundart aus Oberösterreich, aber „viennifiziert“ zum Besten gab. Franz Joseph Machatschek, unterstützt durch seinen Multiinstrumentalisten und Souffleur Franz Löchinger beendeten eine Dreitagesparty, wo wir uns freuten, dass uns viele Freundinnen und Freunde besuchten, mit uns Kunst und Kultur feierten, wir neue Freundschaften schließen konnten und Fritz uns den Auftrag (siehe seinen Blogeintrag gleich unten) gab, hanami nicht zu Haloumi verkommen zu lassen.

Abschließend sei unserem Gastgeber, Andi Götz, gedankt, der uns sein Stadtbüro von airOcean in der Karmelitergasse 6 so großzügig zur Verfügung gestellt hat. Gedankt sei last but not least auch den Freundinnen und Freunden, die in aller Eintracht dafür gesorgt haben, dass vom Wein des Weinguts Stadler in Falkenstein kein Schluck übrig geblieben ist.

Also: Auf ein Nächstes! (wfr)

3 x ich fb (Kopie)Hier geht’s zur Bildergalerie von der Party.

Ehre, wem Ehre gebührt: Alexander Amon, rasender Photoreporter auf hanami, wir auf der folgenden Seite natürlich nicht zu sehen sein, weil er ja … eh schon wissen, andere Seite der Kamera …
Daher von uns allen: Alex, vielen Dank für die vielen lebendigen Fotos, die das Fest nun nachhaltig und unrgesslich machen!

profilbild hanamiEs ist mir ein Bedürfnis, nein, mehr noch, fast eine Verpflichtung, nach dem Wochenende, an dem die leopoldstädter Variante des japanischen Kirschblütenfestes Hanami so erfolgreich das Licht des Karmeliterviertels erblickt hat, einen Aufruf an die Weltöffentlichkeit zu richten:

– hanami darf nicht Halloumi werden!

Halloumi, jener Käse, der schnell und scharf abgebraten frisch gegessen seine gesamte kräftige Würze am Gaumen auszubreiten vermag, der jedoch, kaum erkaltet, zu einer zähen ungenießbaren Masse verkommt. Genau dieses Schicksal darf  – hanami nicht widerfahren. Das wäre doch gerade so, als würde nach diesem kulturellen Hochereignis, das in seiner ganzen Würze allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und mehr noch deren Gästen so gemundet hat und Gusto auf mehr machte, der Geist des Hanamismus wieder erkalten und zu einer zähen ungenießbaren Masse der Erinnerung verkommen.

So möchte ich an alle Hanamistas und Hanameros nochmals diesen eindringlichen Appell richten: – hanami darf nicht Halloumi werden! Denn, was wäre der unermüdliche Einsatz des sich hinter dem geheimnisvollen Kürzel „wfr“ verbergenden Spiritus Rector dieser bunten Truppe wert gewesen, wenn das ein einmaliges Ereignis geworden wäre? (Einmalig sollte es ja sein, jedoch als Adjektiv und nicht als Zahlwort). Sollte die gesamte Blogger- und Facebookerei von eben jenem besagten „wfr“ und dem ebenso klugen wie auch breiten Geist aus dem PROverbis-Verlag, durch die die Geburt dieser Künstlergruppe erst hinaus in die Welt getragen wurde, vergeblich gewesen sein? Wer hätte die Wände des Lokals (Vielen Dank Andi!) in der Karmelitergasse so verschönert, wenn nicht die bildenden Künstlerinnen und Künstler unter den Hanamistas? Und wer hätte neben dem Augen- auch für Ohrenschmaus gesorgt, wenn nicht die Literaten und Performer?

Nein, liebe Leute, so geht das nicht: – hanami schreit förmlich nach einer Verlängerung und einer Fortsetzung. Die Kunstwelt fordert es quasi ein und die Hanamistas sollten sich ihrer kulturhistorischen Verantwortung stellen. Wer, so frage ich, will denn schon alter, erkalteter Halloumi sein, wenn sie oder er auch eine taufrische Kirschblüte sein können, die die Menschheit ergötzt und von der die, die dabei waren, dereinst andächtig-ergriffen ihren Enkeln und Urenkeln berichten werden? (fh)